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Bauernhof
Bauernhof am Edersee

Poesie

Unser Freund Christian Knopf macht sich über vieles Gedanken und hält dies in Gedichtform fest.

Auch zum Thema Landwirtschaft und Jagd hat er schon so einiges gereimt, und das möchten wir niemandem vorenthalten!
Hier sind die Gedichte passend zu den Jahreszeiten:

Natur erwacht aus ihrem Traum,
jetzt sind die Tage wieder heller.
verwandelt ist der Lebensraum,
und alles geht nun wieder schneller.

Im Schatten liegt noch etwas Schnee,
„von gestern“ sagt man, Vögel flattern,
der Winter sagt uns jetzt ade´,
die Sonne scheint, Traktoren rattern

zur Erstbestellung auf das Feld:
Den Boden lockern, Dünger streuen.
Ein jeder unter´m Himmelszelt
soll sich am Fortschritt hier erfreuen.

Die Blütenknospen schwellen an,
die Schlehe bringt den weißen Schimmer,
und Eichelhäher und Fasan
machen Gelege (so wie immer).

Schulklassen haben Wandertag,
in Gummistiefeln durch die Fluren,
und wenn jemand nicht wandern mag,
macht der erst recht ganz tiefe Spuren.

Sie seh´n auch so ganz nebenbei
die Wintergerste sich bestocken.
Den Schülern ist das einerlei,
sie wollen in der Wirtschaft hocken.

Verfroren sitzt man dann beim Wirt
und wärmt sich an der heißen Suppe,
damit nichts Schlimmeres passiert.
Das Fast Food ist jetzt ziemlich schnuppe.

Die windbestäubten Bäume blühn,
und die Allergiker, sie zollen,
indem sie Taschentücher zieh´n
ihren Tribut den Birkenpollen.

Es scheint, der Sommer ist vorbei,
war heuer nicht einmal der Hammer,
den meisten ist´s nicht einerlei,
und für´s Getreide war´s ein Jammer.

Erst gestern gab es starken Wind
und dazu außerdem viel Regen,
die Blätter, die geflogen sind,
sind heute früh herum gelegen.

Da gibt´s schon mal ´ne Rutschpartie,
man denkt bereits an Winterrreifen.
In der Garage ruhen sie.
Nun wird man sie bald überstreifen.

Der Regenmesser zeigte an:
Es fielen gestern im Gewitter
15 emem, das kommt gut an.
Im Volksmund sagt man: 15 Liter.

An Straßenrändern äst das Wild
das Obst, hier: Äpfel, Kürbis*), Birnen.
Hier warnt uns das Wildwechsel-Schild,
es sei präsent in den Gehirnen !

Mitte Oktober sieht man dann
fast allerorten rote Mützen.
Der Insider erkennt daran:
Es ist die Zeit der Treibjagd-Schützen.

Vom Tagesanbruch bis zur Nacht
ist Jagd auf Federwild und Hasen.
Der Autofahrer gebe Acht,
wenn Hasen durch die Felder rasen.

Ein Ackerwagen hinterlässt
stets Spuren, und dann wird es schmierig.
Fahr nicht zu schnell und halt´ Dich fest,
musst Du scharf bremsen, wird es schwierig.

Dass nicht der Eindruck überwiegt,
zur Herbstzeit müssten alle darben –
der „Goldene Oktober“ siegt
im Wettbewerb um schöne Farben.

*) Abgelegt für Passanten zum Kauf, keine Wildfütterung

Christian Knopf

Der Winter ist die Jahreszeit,
wo wir normalerweise frieren
und rutschen, nämlich dann, wenn´s schneit.
Da kann man schon den Halt verlieren.

Die meisten Felder liegen kahl,
gepflügt wird heute nicht mehr immer,
beim Weizen sieht man dann schon ´mal
´nen hauchzart leichten, grünen Schimmer.

Früh sind die Äcker meist bereift,
der Winterraps steht steif gefroren,
dem Ast, den man zufällig streift,
geht so das letzte Laub verloren.

Bald ist das Land vom Schnee bedeckt
dann liegt er schwer auf allen Fluren,
zum Salzstein kommt das Wild und leckt,
das sieht man klar an dessen Spuren.

 Dem Wild steht eine schlechte Zeit
bevor. die Jäger müssen´s füttern,
verhindern damit sehr viel Leid
bei werdenden und echten Müttern.

Doch and´rerseits ist´s für die Jagd
die Hochzeit, es wird viel geschossen.
Von einem, dem so was behagt,
wird´s in der Wirtschaft gern genossen.

 Geräusche von seltsamer Art
sind es, die nun die Wälder prägen:
Man ahnt, wer da mit wem sich paart
beim Lockruf großer Motorsägen.

Die Sägen sind des Försters Stolz,
man kann sie ständig laufen lassen.
und bald liegt da ein Haufen Holz,
so groß, man kann ihn nicht verpassen.

Bei Dämmerung geht es nach Haus´,
die Sägen werden eingeladen,
bald kommen da die Kleinen  ´raus,
doch die muß man nicht einmal baden.

 Ein Landwirt muss ein Fachmann sein
im Ausfüllen von Formularen.
Dies plant er für den Winter ein,
Dann kann er viel an Aufwand sparen.

Gleichzeitig findet Baumschnitt statt
bei Kirsche, Pflaume, Apfel, Birne,
weil man dafür jetzt Muße hat.
Wann anders sind halt die Gehirne

nicht frei für diese Tätigkeit
und and´res ist viel eher wichtig.
Dennoch erwies sich mit der Zeit
der Sommerschnitt als durchaus richtig.

Und: Stehe ich beim Winterschnitt,
geh´ ich gedanklich weit spazieren.
Ich nehme warme Kleidung mit
und muß daher nicht einmal frieren.

Das ganze Astholz schiebe ich
auf einen Haufen, ungeheuer.
Gar vielfach tönt´s: „Ich liebe Dich“
bei unser´m großen Fastnachtsfeuer.

So Ende März schmilzt dann der Schnee,
bald sind die Bäche angeschwollen,
und dann treibt dort auf unser´m See
das Eis nur noch in kleinen Schollen.

Jetzt holt sich die Natur den Schwung
für eine neue Runde Leben,
und alles wird mit einem Sprung
dem Abschnitt „Frühling“ übergeben.

Christian Knopf

Natur erwacht aus ihrem Traum,
jetzt sind die Tage wieder heller.
verwandelt ist der Lebensraum,
und alles geht nun wieder schneller.

Im Schatten liegt noch etwas Schnee,
„von gestern“ sagt man, Vögel flattern,
der Winter sagt uns jetzt ade´,
die Sonne scheint, Traktoren rattern

zur Erstbestellung auf das Feld:
Den Boden lockern, Dünger streuen.
Ein jeder unter´m Himmelszelt
soll sich am Fortschritt hier erfreuen.

Die Blütenknospen schwellen an,
die Schlehe bringt den weißen Schimmer,
und Eichelhäher und Fasan
machen Gelege (so wie immer).

Schulklassen haben Wandertag,
in Gummistiefeln durch die Fluren,
und wenn jemand nicht wandern mag,
macht der erst recht ganz tiefe Spuren.

Sie seh´n auch so ganz nebenbei
die Wintergerste sich bestocken.
Den Schülern ist das einerlei,
sie wollen in der Wirtschaft hocken.

Verfroren sitzt man dann beim Wirt
und wärmt sich an der heißen Suppe,
damit nichts Schlimmeres passiert.
Das Fast Food ist jetzt ziemlich schnuppe.

Die windbestäubten Bäume blühn,
und die Allergiker, sie zollen,
indem sie Taschentücher zieh´n
ihren Tribut den Birkenpollen.

Man sieht nur noch Getreidestoppeln
und hin und wieder Hasen hoppeln
Es ist noch nicht so lange her,
da war das Kornfeld wie ein Meer.

Doch manchmal hat dies Meer auch Löcher,
´mal weniger, ´mal noch und nöcher
Man kann  das Postkartenidyll
ganz leicht zerstören, wenn man will.

Lateinisch heißt´s „Cercosporella“
doch „Halmbruch“ spricht sich eben schneller,
egal ob deutsch oder Latein –
der Pilz brockt uns den Ärger ein.

Der Halm kann sich kaum aufrecht halten,
und wüten die Naturgewalten,
dann läuft die Sache ziemlich dumm,
und alle Halme knicken um.

Man spricht von „lagerndem Getreide“.
Weizen und Gerste, alle beide,
die müssen schnell vom Acker weg.
Abwarten hat hier keinen Zweck.

Der Mähdrescher bemüht sich wacker,
alsbald liegt da der Stoppelacker.
Man meint, da sei kein Leben d´rin,
doch schaut man einmal näher hin,

sieht man kompaktes Bodenleben
vor allem seit- und aufwärts streben.
Es wächst in dieser Stoppelschicht
sehr vieles, denn jetzt gibt es Licht.

Jedoch kann man die Tage zählen,
wo es so bleibt. Das Stoppelschälen
bringt in den Boden wieder Luft.
Zuvor jedoch erfüllt der Duft

von frischem Kuhmist die Umgebung.
Der dient als Dünger der Belebung
des Pflanzenwachstums allgemein.
Es könnte gar nicht besser sein.

Und bald d´rauf sieht man in der Nähe
auch wieder einmal ein paar Rehe,
die äsen gern das junge Kraut
und fühl´n sich wohl, sie sind vertraut.

Und außerdem gibt´s die versteckten
Kleinlebewesen, die Insekten
und Würmer, und dann kommt zum Schluß
das Wildschwein, weil es kommen muss.

Wir seh´n: Es ist nicht trist und fade
(das wäre ja auch ziemlich schade),
jetzt wird noch,  aber nicht so spät,
als Zwischenfrucht Raps eingesät.

Der hilft, den Boden zu bedecken,
kann außerdem den Rehen schmecken,
und später erst, im Neuen Jahr,
sagt man: Jetzt ist der Boden gar.

Gibt es von Euch hierzu noch Fragen
(das Pflügen hab´ ich unterschlagen),
dann macht Euch doch bei Google schlau –
die wissen alles ganz genau.

 

Christian Knopf