"Der Frühling"

Natur erwacht aus ihrem Traum,
jetzt sind die Tage wieder heller.
verwandelt ist der Lebensraum,
und alles geht nun wieder schneller.

Im Schatten liegt noch etwas Schnee,
„von gestern“ sagt man, Vögel flattern,
der Winter sagt uns jetzt ade´,
die Sonne scheint, Traktoren rattern

zur Erstbestellung auf das Feld:
Den Boden lockern, Dünger streuen.
Ein jeder unter´m Himmelszelt
soll sich am Fortschritt hier erfreuen.

Die Blütenknospen schwellen an,
die Schlehe bringt  den  weißen Schimmer,
und Eichelhäher und Fasan
machen Gelege (so wie immer).

Schulklassen haben Wandertag,
in Gummistiefeln durch die Fluren,
und wenn jemand nicht wandern mag,
macht der erst recht ganz tiefe Spuren.

Sie seh´n auch so ganz nebenbei
die Wintergerste sich bestocken.
Den Schülern ist das einerlei,
sie wollen in der Wirtschaft hocken.

Verfroren sitzt man dann beim Wirt
und wärmt sich an der heißen Suppe,
damit nichts Schlimmeres passiert.
Das Fast Food ist  jetzt ziemlich schnuppe.

Die windbestäubten Bäume blühn,
und die Allergiker, sie zollen,
indem sie Taschentücher zieh´n
ihren Tribut den Birkenpollen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dann im weiteren Verlauf
des Frühjahrs (aus des Südens Wärme)
taucht einer nach dem andern auf:
Die Zugvögel. Sehr große Schwärme,

bevölkern nun erneut das Land
vornehmlich sind´s Insektenfresser.
Die ander´n, Standvögel genannt,
vertragen unser´n Winter besser.

Es tönt auch wieder der Gesang
der Vögel, die´s Revier markieren,
von Sonnenauf- bis –untergang.
Man kann den Überblick verlieren.

Doch läuft jetzt alles strikt nach Plan,
das Ziel: Neue Generationen.
Die Vorsicht steht ganz hinten an.
Wozu noch die Ressourcen schonen ?

Dann gibt es eine Blütenpracht
der nicht vom Wind bestäubten Bäume.
Für Bienen die Befruchtungsschlacht,
als Basis: rosa-weiße Träume.

Die Gerste steht nun halb kniehoch,
beginnt bald mit dem Ährenschieben,
doch mit der Blüte dauert´s noch,
weshalb Allergiker sie lieben.

Bald bricht mit warmem Sonnenschein
bei festgelegter Wahl der Mittel
der Sommer über uns herein


(das ist ein anderes Kapitel).

 

Christian Knopf

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