"Der Frühling"
Natur erwacht aus ihrem Traum,
jetzt sind die Tage wieder heller.
verwandelt ist der Lebensraum,
und alles geht nun wieder schneller.
Im Schatten liegt noch etwas Schnee,
„von gestern“ sagt man, Vögel flattern,
der Winter sagt uns jetzt ade´,
die Sonne scheint, Traktoren rattern
zur Erstbestellung auf das Feld:
Den Boden lockern, Dünger streuen.
Ein jeder unter´m Himmelszelt
soll sich am Fortschritt hier erfreuen.
Die Blütenknospen schwellen an,
die Schlehe bringt den weißen Schimmer,
und Eichelhäher und Fasan
machen Gelege (so wie immer).
Schulklassen haben Wandertag,
in Gummistiefeln durch die Fluren,
und wenn jemand nicht wandern mag,
macht der erst recht ganz tiefe Spuren.
Sie seh´n auch so ganz nebenbei
die Wintergerste sich bestocken.
Den Schülern ist das einerlei,
sie wollen in der Wirtschaft hocken.
Verfroren sitzt man dann beim Wirt
und wärmt sich an der heißen Suppe,
damit nichts Schlimmeres passiert.
Das Fast Food ist jetzt ziemlich schnuppe.
Die windbestäubten Bäume blühn,
und die Allergiker, sie zollen,
indem sie Taschentücher zieh´n
ihren Tribut den Birkenpollen.
